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Philipp Jeske

Female Refugees | Warten auf Go.Do

Ulrike Düregger & Compagnie

"Wenn Männer etwas tun, ist es politisch, wenn Frauen etwas tun, ist es privat!“

 

Drei Frauen hängen in der Luft, in schwarz gehüllt, gefangen in einem Kokon aus Zeit. Sie befinden sich in der Küche einer Notunterkunft. Wir begleiten sie in ihrem täglichen Loop, der aus absurden Koch- und Kleidungsritualen, schmerzlichen Erinnerungen und fremdem Ankommen besteht. Dabei stellen wir uns die Frage: "Wie erleben Frauen Flucht? Die Stückentwicklung zeichnet Erfahrungen aus einem genderspezifischen Blickwinkel in fragmentarischen Szenenfolgen nach. Recherchierte Biographien wurden fiktionalisiert, dialogisch und mittels Bewegungssequenzen treten die Figuren in Kontakt zueinander, eingefasst in eine Soundcollage aus Musik und auditiven Momenten des Wartens.

 

 Annäherung auf Augenhöhe und Diskursgerechtigkeit
Die Stückentwicklung von Ulrike Düregger & Compagnie basiert auf "biografisch, gesättigten Stimmen": Notizen von Gesprächen und Erlebnissen von NeuBerlinerinnen*. Sie wirft die Frage auf, wie erleben Frauen* Flucht?  Welche ihrer Bilder sind bis heute unsichtbar? Acht Monate lang haben die drei professionellen Schauspielerinnen der Compagnie mit verschiedenen Frauen* einer Unterkunft gesprochen, künstlerisch gearbeitet, Geschichten gehört und Zustände erlebt.


Die Frauen* gaben die Zustimmung zur Dramatisierung ihrer persönlichen Erlebnisse, die von tragisch bis absurd reichen. „Warten auf Godot“  von Samuel Beckett ist im arabisch-sprachigen Theaterraum sehr bekannt. Es entstand für diese Produktion ein Text, der Beckett’s Stück als Inspiration nutzte, aber eine völlig eigenständige Fassung darstellt. Mit der Theaterproduktion werden die Geschichten den geflüchteten Frauen, die in besonderer Weise als Publikum angesprochen werden, zurückgegeben und der Kreis schließt sich. An zwei Tagen im Februar 2019 wird der Acker Stadt Palast zum Empathie-Raum.
 

Die Organisation Terre des Femmes unterstützt die Produktion durch Anwesenheit von Referentinnen für anschließende Publikumsgespräche im Theater Acker Stadt Palast.

 

Konzept, Regie, Textfassung: Ulrike Düregger

Darstellung: Gülcan Cerdik, Ulrike Düregger, Nadine da Cruz Oliveira

Bühne/Kostüm: Compagnie

Beratung: Silvia Albarella

Bewegungscoach: Marcelo Omine

Produktionsfotos: Philipp Jeske

22. Feb. 2019

19:00

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