2021

MÜDE
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Photo ©

Kim Bode

MÜDE

Kallia Kefala

Eine multimediale Solo-Performance über das Müde-Sein

Müdigkeit ist ein weit verbreitetes Gefühl, das jede*r schon gespürt hat. Aber inwiefern können diese sehr individuellen Erfahrungen eine Grundlage dafür bilden, über Zustände des Müdeseins im Allgemeinen nachzudenken? Und sind Müdigkeit, Ermüdung und Erschöpfung ein und dasselbe?

Kallia Kefala nimmt die Verflechtungen von Müdigkeit, Erholung, Produktivität und Selbsverwirklichung innerhalb unserer antagonistischen kapitalistischen Gesellschaft in den Blick. Dabei greift sie ihre eigenen Erlebnisse als queere, weibliche und in der Kunst arbeitende Migrantin auf und versucht einen physischen Raum zu schaffen, in dem diese Erlebnisse neu verhandelt werden, neue Formen und Gestalten annehmen und vor dem Publikum und mit dem Publikum zusammen verarbeitet werden können.

Es entsteht ein intimer öffentlicher Raum, eine weiche Hülle, innerhalb derer Behagen und Unbehagen koexistieren. Die Reibung zwischen Realität und Traum, Schwerkraft und Leichtigkeit, Privileg und Verantwortung produziert eine multisensorische Katastrophe.


Hier wird nicht mehr geleistet, was verlangt wird.

Es entsteht eine gemütliche Welt, die sich allen Erwartungen verweigert.


Diese solo und multimediale Performance ist eine Einladung, über das Leben und Arbeiten unter dem Druck von Effizienz und Leistung und über das Ideal der Selbstoptimierung nachzudenken. Darüber hinaus geht es darum, all diese Verhaltensweisen zu verlernen. ''MÜDE'' versucht, radikale Potenziale in der Müdigkeit zu finden und sucht nach neuen Möglichkeiten, miteinander und mit der Welt in Verbindung zu treten.


Konzept | Regie | Performance: Kallia Kefala 

Dramaturgie | Bewegung: Nefeli Gioti

Videodesign: Gloria Gammer

Sounddesign: Kim Bode

Lichtdesign: Claudia Rutz

Bühne-und Kostümbild: Kallia Kefala | Elisa Nelvand

Produktion: Annett Hardegen

Technische Leitung: Aiko Okamoto


Gefördert durch die Einstiegsförderung des Berliner Senats Department für Kultur und Europa und durch das Take Action Programm des Fonds Darstellende Künste. Medienartner ist taz.die tageszeitung.

5. November 2021

Vierte Welt

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